Zur Historie des Vereins

Nicht nur die vom Namen her bekannten Fugger und Welser, sondern auch Magdeburger Kaufleute prägten den Handel und Wandel vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. In der Geschichte der Kaufmannschaft zu Magdeburg spielte die bereits 1425 gegründete Kaufleute-Brüderschaft, in der sich Fuhrleute des Handelsplatzes Magdeburg organisiert hatten, eine hervorragende Rolle.

Während jedoch die bisherigen Innungen 1809 durch westfälisches Gesetz-Bulletin aufgelöst wurden, förderte die westfälische Regierung die Aufrechterhaltung der Kaufleute-Brüderschaft mit fast unveränderter Verfassung. Die übrigen Kaufleute Magdeburgs organisierten sich im folgenden im Verein der Kaufmannschaft (1809), der Korporation der Kaufmannschaft (1825), der Handelskammer (1899) und letztlich der Industrie- und Handelskammer (1924), in deren Strukturen auch die Mitglieder der Kaufleute-Brüderschaft im Laufe der Zeiten aufgingen.

Sowohl aus eigener historischer Erkenntnis als auch angeregt durch die in der Magdeburger Partnerstadt Braunschweig außerordentlich wirksame "Union Kaufmännischer Verein von 1818" hat eine Gruppe von Magdeburger Kaufleuten nach einer angemessenen Vorbereitungszeit und notwendigen Abstimmungen mit der IHK, der Handwerkskammer und dem Dachverband der AG-Verbände die Kaufleute-Brüderschaft zu Magdeburg als eingetragenen Verein im Mai 1994 wiederbegründet.

Das satzungsmäßige Ziel dieses Vereins steht in einer traditionsbezogenen eigenständigen Tätigkeit für ein neues demokratisches Gesellschaftsleben und eine geschäftliche Lobby von Magdeburger Kaufleuten. Deshalb steht die Kaufleute-Brüderschaft zu Magdeburg e. V. allen Kaufleuten, Gewerbetreibenden, Selbstständigen, Leitenden Angestellten und all' denen offen, die mit der Kaufmannschaft auf geschäftliche oder sonstige Art und Weise verbunden sind.